Arado Ar 64

 

Die Arado Ar 64 war ein Jagdflugzeug. Dieses Flugzeugmuster war eine Weiterentwicklung der Arado-Typen SD II und SD III mit einer verbesserten Rumpfkonstruktion, insbesondere durch den weiter nach hinten versetzten und verkleideten Jupiter-VI-Motor. Der Erstflug dieses Doppeldeckers fand im Frühjahr 1929 statt. Insgesamt wurden 30 Maschinen dieses Typs gebaut, davon zwölf bei Focke-Wulf. Die Maschinen dienten jedoch als Muster für die Arado Ar 65. Die Maschinen wurden in der Jagdfliegerschule Schleißheim und anschließend bei den Jagdstaffeln der Gruppe Döberitz eingesetzt. Am 1. Juli 1936 waren bei der Luftwaffe noch 21 Maschinen vorhanden.

Ar 64a

Angetrieben wurde die Maschine durch einen Siemens Jupiter-VI-Motor mit 530 PS. Die vierblättrige Holzluftschraube war bereits mit einer strömungsgünstigen Luftschraubennabe versehen. Der Pilot saß in einer offenen Kabine, die Seitenwände waren allerdings sehr hoch gezogen worden, um auch hier eine bessere Aerodynamik zu erzeugen. Die Maschine waren 7,82 m lang und hatten eine Spannweite von 9,9 m. Das Leergewicht betrug 1245 kg, das maximale Startgewicht 1670 kg. Bewaffnet war dieses Muster mit zwei 7,92-mm lMG 08/15. Es wurde nur ein Exemplar gebaut.

Ar 64b

Wie die Ar 64a, jedoch angetrieben durch einen wassergekühlten V12-Zylinder-Motor BMW VI 6,3 mit 640 PS Leistung. Von dieser Version wurden zwei Maschinen gebaut und in Lipezk getestet.

Ar 64c

Wie die Ar 64a mit kleinen strukturellen Änderungen. Erste Serienversion der Ar 64.

Ar 64d

Wie Ar 64a, jedoch mit überarbeitetem Leitwerk, Getriebe und 4-Blatt-Propeller. Die Bewaffnung bestand jetzt aus zwei 7,92-cm MG 17.

Ar 64e

Wie Ar 64a, jedoch mit überarbeitetem Leitwerk, ohne Getriebe und einem 2-Blatt-Propeller.