Hampel, Desiderius

 

* 20. Januar 1895, Sisak (Bosnien)

† 11. Januar 1981, Graz (Österreich)

 

Desiderius Hampel trat nach dem Besuch der Kadettenschule und dem Ausbruch des 1. Weltkrieges in die k.u.k. Armee ein. Er kam dabei am 15. Oktober 1916 als aktiver Fähnrich zum Ungarisch-Kroatisches Infanterie-Regiment "Freiherr von Giesl" Nr. 16. Damit war ein Warasdiner geworden. Im Dezember 1914 rückte er dann mit diesem in den Krieg aus. Dort wurde er am 1. Mai 1915 zum Leutnant befördert. Beim Regiment wurde er am 1. Mai 1917 zum Oberleutnant befördert. Im Krieg wurden ihm einige Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg führte er mit anderen Offizieren eine Art Freikorps gegen die Serben und wurde daraufhin für ein Jahr von den Serben interniert. Später ist er zuerst nach Wien und dann nach Budapest geflohen. Dann arbeitete er zunächst als Landarbeiter. Von 1925 bis 1928 studierte er Forstwirtschaft an der Universität München. Danach arbeitete er als Forstarbeiter bis Dezember 1937. Im Dezember 1937 trat er in die ungarische Armee ein. Er blieb bis März 1941 in dieser Armee. Dann wurde er nach Csepel kommandiert. Im November 1941 trat er als Major in die kroatische Armee ein. Er wurde dort als Nachrichtenoffizier beim IV. Armeekorps eingesetzt. Am 15. Mai 1942 trat er als SS-Sturmbannführer in die Waffen-SS ein. Er erhielt die SS-Nr. 468.174. Am 25. Mai 1942 wurde er zum Kommandeur des III. Bataillons vom SS-Gebirgsjäger-Regiment 1 "Prinz Eugen" ernannt. Am 11. Juni 1943 wurde er zum Kommandeur vom Feldersatz-Bataillon der SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division "Prinz Eugen" ernannt. Am 28. September 1943 wurde er zum Kommandeur vom SS-Gebirgsjäger-Regiment 27 ernannt. Im Herbst 1943 wurde er für ein paar Wochen beim Stab des V. SS-Gebirgs-Korps eingesetzt. Danach übernahm er dann wieder sein Regiment als Kommandeur. Am 29. Juni 1944 wurde er mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Als solcher wurde er am 9. November 1943 zum SS-Obersturmbannführer befördert. Am 2. April 1944 wurde er zum SS-Standartenführer ernannt. Am 19. Juni 1944 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür zum Kommandeur der 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Handschar" (kroatische Nr. 1) ernannt. Als solcher wurde er am 9. November 1944 zum SS-Oberführer befördert. Am 30. Januar 1945 wurde er dann zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert. Am 3. Mai 1945 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Im Mai 1945 kapitulierte er mit seiner Division vor britischen Truppen. Im zweiten Weltkrieg wurde er mit dem Verwundetenabzeichen in Silber ausgezeichnet.

 

Ritterkreuz (3. Mai 1945)